Sonntag, 27. März 2016















Ein Artikel der Offenbach Post vom 24. März 2016, von Oliver Signus
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Zum Tanzen auf die Tische
Im Bahnhof öffnet ein Erlebnis-Restaurant
Seligenstadt - Die Gestaltung des Seligenstädter Bahnhofareals nimmt langsam Formen an. Zum Konzept gehört auch ein Restaurant, das Meryem Dikme, der Betreiber der „Alten Schmiede“, eröffnen wird.
Von Oliver Signus
Nicht nur für das rund 6000 Quadratmeter große, unbebaute und noch unkultivierte südliche Seligenstädter Bahnhofsgelände gibt es Gestaltungspläne. Wie und von wem die Bahnhofsgebäude genutzt werden, wird derzeit noch verhandelt, sagt Investor Karl-Ludwig Toth, der bekanntlich das Haupt- und die Nebengebäude erwarb. Klar sei bisher nur die Vergabe des ehemaligen Bahnwärterhauses an den Seligenstädter Gastronomen Meryem Dikme, bestätigte Toth gestern auf Anfrage. Mit weiteren Interessenten werde derzeit verhandelt, so der Investor. Wie viele Läden oder weitere Lokale dort entstehen, hänge von den Flächen ab, die die Interessenten bereit wären anzumieten. Derzeit sehe es für das ehemalige Bahnhofsgebäude nach insgesamt drei Mietern aus, sagt Toth. Doch Genaues sei erst „in zwei oder drei Monaten“ spruchreif.
Spruchreif ist hingegen bereits das Konzept für das Lokal. Geschäftsführer ist Meryem Dikme, der neben der „Alten Schmiede“ am Marktplatz auch den „Äbbel-Seppel“, das frühere Leinreiterhaus, betreibt. Auf seiner Internetseite kündigt er ein „neuartiges Konzept an“, die Gäste im Restaurant am Bahnhof erwarte ein „atemberaubendes Erlebnisrestaurant“. Dikmes Stellvertreter Daniel Körber ging dabei gestern ins Detail. Neben auserlesenen Speisen werde allabendlich (außer am Ruhetag Montag) Pianomusik von 19 bis 23 Uhr geboten. Donnerstags bis sonntags stehe Tanzmusik von 23 bis 3 Uhr auf dem Programm. Dafür, so Körber, werde das Lokal innerhalb kürzester Zeit so umgebaut, dass die Gäste auf den Tischen tanzen können. Die Möbelstücke werden dazu zusammengeschoben und mit Teppich abgedeckt. „Das ist alles ganz sicher, da kann nichts passieren“, versichert Körber mit Hinweis auf ein ähnliches Konzept eines Restaurants in Frankfurt.
Das Lokal, das unter dem Namen „Stellwerk“ am 1. August eröffnen soll, bietet im etwa 90 Quadratmeter großen Innenraum ca. 70 Gästen Platz, auf der Terrasse können weitere 60 Personen bewirtet werden. Zum Konzept gehört auch eine so genannte Showküche, so dass die Besucher des Restaurants den Köchen bei der Arbeit zuschauen können.

Dazu ein kleiner satirischer Einwurf von Hans-Jürgen Heyne

Die neue Spaßgesellschaft

Darauf hat die (Seligenstädter) Welt gewartet. Es geht uns allen so gut das wir auf den Tischen tanzen, das ist der neue Trend. Für einige (einheimische) Seligenstädter Gastronomie-Betreiber soll die Welt ja noch in Ordnung sein.

Ist doch für die Zukunft nur zu hoffen das nicht alle auf den Köpfen der restlichen Bevölkerung herum tanzen. In der heutigen Zeit könnte bereits der Eindruck entstehen, das uns ganz schön auf den Köpfen herumgetanzt wird, speziell von den Politikern. Und hoffentlich müssen wir uns nicht eines Tages unter diesen „Tanz-Tischen“ im Bahnhof verkriechen wenn die „Russen“ oder die „Chinesen“ kommen. Aber auch ohne diese viel gescholtenen „kriegslüsternen“ Volksgruppen ist der „Feind“ auch in unserem Städtchen bereits überall vorhanden.

Ob wir in Seligenstadt genügend Bürger haben die einen Drang verspüren auf den Tischen tanzen zu müssen, wird sich in Zukunft noch herausstellen.

Schade das diese neue Seligenstädter-Bahnhofslokalität nach der letzten Kommunalwahl ihre Pforten noch nicht geöffnet hatte. Nach dem tollen Wahlergebnis hätten die Anhänger der CDU, den GRÜNEN gemeinsam mit den SPD-Mitgliedern auf den Tischen tanzen können, frei nach dem Motto: „Der Kongress tanzt“. Der Wahlausgang war doch ein ganz neues Spaß-Erlebnis für diese ehemals bürgerlichen und etablierten Volks-Parteien. Jetzt ist die Stadtmarketing GmbH gefordert und muss sich unbedingt um einen Seligenstädter ICE-Anschluss bemühen, damit wird das Städtchen am Rande des Spessarts noch weiter touristisch aufgewertet. Die Touristen können nach dem Stadtbummel noch mal schnell im Bahnhof auf den Tischen tanzen und ab geht’s mit dem ICE wieder nach Hause zu Muttern. Die Halli-Galli Gesellschaft ist dann perfekt, soll da kommen was will. Wir lassen uns doch von den bösen „Terroristen“ nicht den Spaß vermiesen.

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