Mittwoch, 30. Oktober 2019



Seligenstädter Geschichten

Seligenstadt "Am Marktplatz"             Zeichnung und Copyright: Hans-Jürgen Heyne
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Was uns die Spatzen von den Dächern zwitschern,
etwas satirisch dargeboten von Hans-Jürgen Heyne


Hurra! Seligenstadt bekommt einen neuen Kreisel.

Der größte, schönste und teuerste Kreisel soll es werden. Im Amtsdeutsch wird es als Kreisverkehrsplatz (KVP) bezeichnet, den Bürgern ist es egal wie das Kreiselchen benannt wird, es kostet einen Haufen Geld und beschert den Verkehrsteilnehmern und den Anwohnern große Einschränkungen. Ob sich der Aufwand lohnt wird sich nach Ende der Baumaßnahmen herausstellen. Frei nach unserem CDU-Superkanzler Helmut Kohl: Entscheidend ist was hinten rauskommt“. Allerdings wird gemunkelt, ohne den letzten 3. Bauabschnitt der Umgehungsstraße wäre das Ganze alles für die Katz. Aber glauben wir den verantwortlichen Politikern in unserem Städtchen und den hervorragenden Planern von Hessen Mobil das alles besser wird, wenn es denn mal fertig werden sollte. Die Bauzeit bis zur Fertigstellung wird mit 1/2/3 Jahren angegeben, wenn nichts dazwischen kommt.

Nix genaues waas mer net!

An einer anderen unendlichen Geschichte (Umgehungstraße) wird bereits seit einem halben Jahrhundert herumgebastelt. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Zu dem erfolgten Baubeginn am Kapellenplatz bietet sich ein lustiger Artikel an, der in der Monatszeitung „Der Seligenstädter“ im Jahr 2014 zu lesen war, sozusagen aus dem Archiv geholt:
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Darf es noch ein Kreiselchen mehr sein?

Von Hans-Jürgen Heyne

Unsere Stadtpolitiker aller Couleur haben zum Wohle unseres Städtchens einen bekannten Verkehrsplaner zu uns geholt. Dieser Planer ist weltweit die größte Kapazität, die im Verkehrsbereich verpflichtet werden konnte. Das Spezialgebiet des Herrn Professors sind Verkehrskreisel, damit hat er uns schon reichlich versorgt und es sollen noch viele Kreiselchen dazu kommen. Der Kreiselchen-Professor hat unser Städtchen in ein wahres Kreiselchen-Paradies verwandelt, wo das Auge hinschaut, nur noch Kreiselchen. Und jetzt gibt es ein Glanzstück, am Kapellen-Platz soll ein riesiges Kreisel-Prachtexemplar entstehen. Der neuerbaute Kiosk muss abgerissen werden und wird dann auf der Mitte des Kreisels wieder neu errichtet, mit Tiefgarage und Aussichtsturm. An der Kreuzung Jahnstraße/Ellenseestraße wird das nächste Kreiselchen gebaut. Im weiteren Verlauf wird am Abzweig Ellenseestraße/Friedrich-Ebert-Straße noch ein Kreiselchen entstehen. Auch an der Evangelischen Kirche möchte der Professor ein Kreiselchen bauen und an der Kreuzung Zellhäuser Straße/Am Schwimmbad ebenfalls. Laut des Professors werden im Rahmen des Radwegekonzepts in Seligenstadt aus Sicherheitsgründen alle Radwege entfernt, siehe Würzburger Straße. Am Trieler Ring mussten die Radwege-Schilder schon entfernt werden. Die Radfahrer sollen im fliesenden Kfz-Verkehr mitfahren, um den Verkehrsfluss zu behindern. Da muss jetzt mal gefragt werden, wer ist mehr behindert, der Verkehr? Zur weiteren Planung hätte ich noch ein paar Vorschläge. Auf dem Schachenweg am Abzweig zur Edelweiß- und Kolping-Hütte würde ein schönes, kleines Kreiselchen optimal in die Landschaft passen. Darauf müssen wir unseren Professor hinweisen, auf den Feldern vor der Stadt kann er sich so richtig austoben. Noch eine Bitte an unsere Bürgerinnen und Bürger, wer vor seiner Haustüre auch ein kleines Kreiselchen haben möchte, wende sich vertrauensvoll an unsere zuständige Kreisel-Verwaltung im Rathaus, die sind ganz wild auf Kreiselchen. (hj)
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Soweit der Artikel aus dem Jahre 2014. Können wir uns freuen was die Verkehrsplaner sonst noch zu bieten haben.

Den Spezialisten fällt bestimmt wieder etwas lustiges ein.


Dienstag, 15. Oktober 2019

Was ist aus denbürgerlichen Parteien“
geworden?

Ein kleiner satirischer Einwurf von Hans-Jürgen Heyne

Dem damaligen Politiker Franz-Josef Strauß kann vieles nachgesagt werden, GUTES oder SCHLECHTES. Er hatte allerdings in seiner Rede auf dem CDU-Parteitag vom Oktober 1986 eine treffliche Weitsicht bewiesen. Wenn Strauß heute von seiner weiß-blauen Wolke herabblicken würde, dann könnte er nur noch die kläglichen Überreste seiner einst stolzen Partei erblicken. Die CDU/CSU hat sich mit den Faschings-Kommandanten, wie ER es selbst damals genannt hat verbündet. Die „Schwarzen“ gehen heute quasi über Leichen wenn es der Machterhaltung dient. In Hessen muss die CDU mit einem Teil dieser „GRÜNEN-Faschings-Kommandanten“ koalieren um an der Macht zu bleiben. Die heutige CSU unter dem Ministerpräsidenten Markus Söder ist zur „GRÜNEN-CSU“ mutiert. Du armes, einst stolzes Bayern. Ohne Franz-Josef Strauß zu nahe treten zu wollen, könnte ich mir vorstellen das ER mit der AfD lieber eine Koalition eingegangen wäre. Mit den GRÜNEN oder den LINKEN (Kommunisten) allerdings auf keinen Fall.

 
Zeichnung: Herbert Heyne   -   Copyright: Hans-Jürgen Heyne



Im angehängten Video können Sie selbst verfolgen welch eine Weitsicht Franz-Josef Strauß bewiesen hat. Das waren noch Politiker vom alten Schlag! Und was haben wir heute? Die Bezeichnung „Politiker“ ist fehl am Platze. Wenn man sich im Bundestag die LINKE, die GRÜNEN oder die Überreste einer ehemals stolzen Arbeiterpartei SPD betrachtet, dann sehen wir was uns allen noch bevorsteht. Die FDP ist nicht mehr unbedingt erwähnenswert.

Und nun sehen Sie selbst: