Montag, 7. März 2016

Der Morgen danach

Ein kleiner Einwurf zum vorläufigen Ergebnis der Wahlen in Seligenstadt, von Hans-Jürgen Heyne

Für manche politische Zeitgenossen in unserem Städtchen dürfte der Morgen nicht so gut begonnen haben. Eventuell wie ein Aschermittwoch mit Katerfrühstück. Da wird der Schreck noch in den Gliedern stecken. Warten wir auf das Amtliche Endergebnis wie die neuen Mehrheiten in Seligenstadt zu erwarten sind.

Es darf aber niemand in Schadenfreude ausbrechen. Es war eine demokratische Wahl. Die Wähler haben entschieden was oder von wem verursacht, in Seligenstadt verkehrt gemacht wurde. Die Verursacher sind mit der jetzigen Wahl abgestraft worden. Eine Seligenstädter Demokratie kann wieder etwas aufatmen. Die so genannten „Bürgerlichen Parteien“ waren scheinbar doch nicht so bürgerlich. Jedenfalls haben die Volksvertreter dieser Parteien von den Bürgern, also von den Wählern mit dem vorläufigen Wahlergebniss eine Abmahnung erhalten. Ohne dem amtlichen Endergebnis vorgreifen zu wollen, sollten die Verlierer-Parteien wieder zu einer parteiübergreifenden politischen Arbeit im Stadtparlament zurückkehren und das zum Wohle aller Bürger.

Unser Bürgermeister Daniell Bastian, seit Januar 2016 im Amt, hatte im Wahlkampf zur Bürgermeisterwahl bereits eine parteiübergreifende Politik in seinem Wahlprogramm angekündigt. Bei den bisherigen Mehrheitsverhältnissen im Rathaus ist von bestimmten Parteien darüber nur etwas milde und überheblich gelächelt worden. Diese Damen und Herren sind eines besseren belehrt worden. Für die politische Landschaft in Seligenstadt kann die jetzige Wahlentscheidung der Bürger als ein Glücksfall bezeichnet werden.

Einen Neubeginn wagen, das wäre das oberste Ziel für die neue Stadt-Regierung, egal wie die Zusammensetzung am Ende aussieht. Wenn es demokratische Parteien sein wollen, muss zusammen gearbeitet werden.
Eine Blockadepolitik hilft niemand, höchstens der jeweiligen eigenen Klientel, aber nicht dem Bürger. Parteiübergreifende Arbeit ist nicht vergleichbar mit einem „Parteiengekungel“ das bisher im Stadtparlament überwiegend veranstaltet wurde.

Hoffen wir auf einen wirklichen Neuanfang im Städtchen.
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