Samstag, 12. März 2016








Geschlagen wie die Franzosen 
bei Waterloo

Ein Kommentar zum Wahlergebnis
von Karl Heinz Demmrich

Irgend ein kluger Mensch – ich weiß nicht mehr wer - hat einmal geäußert:

 „Wer keine Träume mehr hat, kann nicht mehr leben.“
 
Also leistete ich mir einen Traum! Auf einem harten Stuhl erlebte ich die erste Stadtverordnetenversammlung nach der Kommunalwahl.

Sie begann mit dem Einzug der Gladiatoren, den Wahlgewinnern. FDP, Freie Wähler und SPD. Stolz mit erhobenen Häuptern und geschwellter Brust. Die Sieger! Ein herrlicher Anblick! Nach ihnen schlichen die Verlierer CDU und Grüne in den Saal. Welch ein Unterschied! Sie erschienen in Sack und Asche. Wortlos und die Augen schuldbewusst zum Boden gerichtet. Tiefe Kummerfalten und Ringe um die Augen, aus denen die Tränen flossen „wie die Bächlein auf den Wiesen.“ Keine starken Worte mehr wie vor dem Votum der Wähler, die wie die Engländer und Preußen unter Wellington und Blücher getrennt marschierten, aber vereint kämpften und siegten. Geschlagen wie die Franzosen weiland bei Waterloo. Mitleiderregend.

Hier endet mein Traum, wie Träume meistens an der Wirklichkeit zerplatzen. Schade.
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