Freitag, 23. März 2018





Eine beachtenswerte Pressemitteilung
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IPPNW PRESSEMITTEILUNG
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte
für die Verhütung desAtomkrieges (IPPNW)

Datum: 23.03.2018

60 JAHRE ATOMWAFFEN SIND GENUG!
Friedensnobelpreisträger fordern Abzug der Bomben aus Deutschland und Ende der nuklearen Teilhabe – Atomwaffen sind Schwerpunktthema auf
Ostermärschen.


Die Atomwaffenstaaten rüsten auf, Donald Trump und Kim Jong-un treiben
die Welt an den Rand eines Atomkriegs. Was jedoch nur wenige Menschen
wissen: Auch in Deutschland sind Atomwaffen stationiert –
schätzungsweise 20 US-Bomben lagern auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst
Büchel in Rheinland-Pfalz. Am Sonntag (25. März) ist es genau 60 Jahre
her, dass der Bundestag die sogenannte „nukleare Teilhabe“ im Rahmen
der NATO beschlossen hat.

Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Organisationen ICAN und
IPPNW fordern das Ende der deutschen Beteiligung an der gefährlichen
Abschreckungspolitik. Xanthe Hall, Abrüstungsexpertin der IPPNW und
Vorstandsmitglied bei ICAN Deutschland, sagt: „Eine sichere Welt gibt es
nur ohne Atomwaffen. Wenn es die Bundesregierung ernst meint mit dem Ziel
einer atomwaffenfreien Welt, dann muss sie den UN-Verbotsvertrag
unterschreiben und die US-Bomben aus Deutschland abziehen lassen.“

Das sei problemlos möglich: „Auch ohne US-Atomwaffen hierzulande kann
Deutschland an der nuklearen Planungsgruppe der NATO teilnehmen. Die
US-Atomwaffen in Deutschland erfüllen keinen militärischen Zweck mehr,
sie sind nur Druckmittel und Zeichen der Bündnistreue. Dennoch haben sie
eine unvorstellbare Zerstörungskraft, jede einzelne Bombe in der Größe
von dreizehn Hiroshimas.“

Xanthe Hall ist auch Autorin des Hintergrundpapiers zu 60 Jahren nuklearer
Teilhabe, das die Friedensorganisationen ICAN und IPPNW heute
veröffentlicht haben. Am Wochenende beginnt zudem die 20-wöchige
Aktionspräsenz vor dem Fliegerhorst Büchel. Aktivisten von ICAN und
IPPNW werden in der Woche vom 16. bis 23. Juni 2018 vor Ort sein und gegen
die Atomwaffen protestieren. Bei einem öffentlichen Symposium
„Atomwaffen raus aus Europa!“ am 17. Juni 2018 werden ICAN-Aktivisten
aus anderen NATO-Staaten im Vorfeld des NATO-Gipfels im Juli Perspektiven
für ein atomwaffenfreies Europa diskutieren.

Atomwaffen sind in diesem Jahr auch ein Schwerpunkt auf den Ostermärschen
in ganz Deutschland. Anlass ist nicht nur das nukleare Wettrüsten. Es
gibt auch Grund zur Freude: Im vergangen Jahr haben 122 Staaten bei den
Vereinten Nationen einen Verbotsvertrag beschlossen, im Dezember letzten
Jahres erhielt die Anti-Atomwaffen-Kampagne ICAN den Friedensnobelpreis.
In der vergangenen Woche hat der österreichische Nationalrat den Beitritt
zum Atomwaffenverbot beschlossen. Unser Nachbarland ist damit einer der
ersten Staaten, die das Abkommen ratifizieren.

Hintergrundpapier zu 60 Jahren nukleare Teilhabe:
www.icanw.de/wp-content/uploads/2018/03/Briefing-60-Jahre-Nukleare-Teilhabe.pdf
(Link:
http://www.icanw.de/wp-content/uploads/2018/03/Briefing-60-Jahre-Nukleare-Teilhabe.pdf
)

Mehr Informationen zur Aktionspräsenz in Büchel: www.atomwaffenfrei.de
(Link: http://www.atomwaffenfrei.de )

Liste der Ostermärsche: www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2018
(Link: http://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2018 )

Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin IPPNW, Tel. 030 - 69807415,
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des
Atomkrieges (IPPNW), Email: wilmen@ippnw.de (Link:
wilmen@ippnw.de ) www.ippnw.de (Link: http://www.ippnw.de )

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