Sonntag, 6. Januar 2019


_______________________________

Aus dem Archiv geholt!
Der folgende Artikel war am 3. Mai 2016 auf „Politik am Spieß“ erschienen. 
Zum damaligen Welttag der Pressefreiheit.

Der Artikel ist heute wieder Aktuell, 
kann immer verwendet werden. Lesen Sie selbst.
______________________________________________________

 
Zeichnung: Herbert Heyne               Copyright: Hans-Jürgen Heyne
______________________________________________________

Presse- und Meinungsfreiheit
Presse-und Meinungsfreiheit, diese Abteilung einer funktionierenden Demokratie ist auf einem absteigenden Ast. Kritischer Journalismus ist bei den politischen Führern nicht mehr erwünscht. Da wird gerne mal auch der Terrorismus vorgeschoben um die Pressefreiheit weiter einzuschränken. In der Türkei funktioniert das bereits bestens. Verschiedene Machthaber in den EU-Ländern würden dem Herrn Erdogan gerne nacheifern, wenn es um kritische Journalisten geht. Ab in den Knast und fertig. Die bösen Kritiker haben auch das CETA-Abkommen etwas hinausgezögert, gestorben ist das ganze nicht. Die weltweit agierenden Konzerne und Banken lassen sich doch nicht von so ein paar kritischen Bürgern die lukrativen Geschäfte vermasseln. 

Dazu müssten viel mehr Bürger auf die Straße gehen. Der normale Bürger hat von diesen Handelsabkommen nur Nachteile zu erwarten. Auch der Demokratieabbau schreitet schneller voran. Für was benötigen wir eine Demokratie, wenn uns unsere Meinung in den Print- und TV-Medien vorgegeben wird. Die sogenannten „Journalisten“ oder „Dummschwätzer“ besonders in den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern heben sich besonders hervor. Für diese Volksverdummung werden in kurzen Abständen sogar Preise für Moderatoren vergeben. Die lesen auch nur den Mist ab, der ihnen vorgegeben wird.

Heute am 3. Mai 2016 haben wir einen Welttag der Pressefreiheit, welch eine schöne Bezeichnung für eine „Einrichtung“ die es kaum noch auf der Welt gibt. Finnland liegt auf dem 1. Rang dieser Skala. Einen Glückwunsch nach Finnland. Unser schönes Deutschland mit seiner Hochleistungs-Demokratie muss sich mit Rang 16 begnügen. Das ist ein schlechter Platz für eine freiheitliche Demokratie. An was liegt das schlechte abschneiden? Steht es mit unserer Presse- und Meinungsfreiheit doch nicht zum BESTEN?

Da hat so ein Spaß-Moderator am 3. Mai 2016 in der allmorgendlichen Comedysendung „Morgenmagazin“ des „Öffentlich-Rechtlichen Volksverdummungs-TV“ zum Thema Pressefreiheit verlauten lassen, Deutschland befindet sich im oberen Bereich der Pressefreiheit. Na das ist aber beruhigend wenn diese Spaßmacher ihre eigene Meinung uns aufdrängen wollen. Wo schweben diese „Dummschwätzer“ eigentlich. Eine richtige Demokratie hätte sich gleich hinter Finnland einordnen müssen und nicht auf rang 16.

Der "Merkelsche Politikstil" grenzt bereits an diktatorische Politgebahren. Der politische Freund in der Türkei zeigt unserer Kanzlerin wie Presse- und Meinungsfreiheit praktiziert wird. Die "türkische Demokratie" würde Merkel auch gerne in Deutschland einführen, sehr weit sind wir davon nicht entfernt. Für die TTIP-Verhandlungen würde sich eine Diktatur ebenfalls besser eignen, als dieses ewige Demokratiegeschwätz.   
___________________________________________________

Zum Thema Pressefreiheit noch eine kleine Geschichte
John Swinton (1829-1901)
Damals ein bekannter Journalist, Zeitungsverleger und Redner. In den 1860ern als Chefredakteur bei der New York Times tätig. 1880 war John Swinton Ehrengast bei einem Bankett, das ihm die Führer der Zeitungszunft gewidmet hatten. Jemand sprach ehrende Worte über die unabhängige Presse. 
John Swinton antwortete darauf:
"So etwas gibt es bis zum heutigen Tage nicht in der Weltgeschichte, auch nicht in Amerika, eine unabhängige Presse. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt hier nicht einen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben. Und wenn er es täte, wüsste er vorher bereits, dass sie niemals im Druck erschiene. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, dass ich meine ehrliche Meinung aus dem Blatt, mit dem ich verbunden bin, heraushalte.

Andere von Ihnen erhalten ähnliche Bezahlung für ähnliche Dinge, und wenn Sie so verrückt wären, Ihre ehrliche Meinung zu schreiben, würden Sie umgehend auf der Straße landen, um sich einen neuen Job zu suchen. Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer der Papierausgaben erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren. Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. Sie wissen das, und ich weiß das, also was soll das verrückte Lobreden auf eine freie Presse? 

Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.”
_________________________________
 
Das war im Jahr 1880, es hat sich bis heute daran nichts geändert, 
auch in unserer öffentlich-rechtlichen Heimat-Presse ist es nicht anders.
 
Bei dem was da alles noch am Horizont aufzieht ist nur zu hoffen das unsere Demokratie nicht ganz das Zeitliche segnet. Die Verzögerung der CETA-Verträge zeigt uns, das eine kleine Kerze der Demokratie noch etwas flackert.
Dieses Kerzlein wird aber bald ausgepustet, dann GUTE NACHT.

Hans-Jürgen Heyne
der böse Schreiberling

Keine Kommentare:

Kommentar posten