Donnerstag, 18. Februar 2016

Heute im Bundestag
Mittwoch, den 17. Februar 2016 / Mitteilung Nr. 93
Neues aus Ausschüssen und aktuelle
parlamentarische Initiativen

Klamme Kinderkliniken

Gesundheit/Ausschuss
Berlin: (hib/PK) Viele Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen kämpfen mit Personalmangel und einer latenten Unterfinanzierung. Das erklärten Gesundheitsexperten am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Bundestages und machten zugleich deutlich, dass die medizinische Versorgung von Kindern sehr aufwändig ist und sich von der für Erwachsene stark unterscheidet.
 
Grit Genster von der Gewerkschaft verdi betonte, es fehlten insgesamt 100.000 Pflegestellen. Das von der Bundesregierung mit der unlängst verabschiedeten Krankenhausstrukturreform aufgelegte Pflegestellenförderprogramm sei lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Pflegekräfte seien immer stärker gefordert und immer früher ausgelaugt. Drei Viertel aller Pflegekräfte könnten sich nicht vorstellen, ihren Beruf bis zur Rente auszuüben. Hier seien schnelle Lösungen gefordert. In den Kinderabteilungen seien überdies auch die Fixkosten höher durch das spezialisierte Personal und weniger planbare Fälle durch eine hohe Notfallquote.

Auf die hohen Fixkosten ging auch Jochen Scheel, Geschäftsführer der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland (GKinD), ein. Er rechnete vor, dass eine kleine Kinderabteilung mit knapp zwölf Vollkräften, spezialisierten Ärzten und Pflegern sowie Präsenzdiensten leicht auf Fixkosten in Millionenhöhe komme.
 
Um die hohen Gesamtkosten auszugleichen, seien mindestens 2.000 zu behandelnde Fälle in der Kinderabteilung nötig, alles darunter sei unwirtschaftlich. Scheel forderte neben den nicht kostendeckenden Fallpauschalen (DRG) eine zusätzliche Vergütungskomponente für Kinderabteilungen, um die spezialisierte medizinische Versorgung von Kindern auch flächendeckend erhalten zu können.
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Ein Kommentar von Hans-Jürgen Heyne
Diese Meldung von „Heute im Bundestag“,
zeigt das Dilemma in dem sich das Land befindet. Für die kommenden Generationen fehlt das Geld. Da wird von unserer „Schwarzen Null“ dem Bundesfinanzminister Schäuble schwadroniert das wir quasi im Geld schwimmen würden. Es wären genügend „Gelder“ für alles vorhanden.

Warum wird dann im Pressebericht der Ausschüsse von klammen Kinderkliniken berichtet. Neueste Meldungen berichten von kommenden Engpässen bei den Krankenkassen durch die enormen Kosten für Asylanten und Flüchtlinge. Ist das die Zukunft für unsere heranwachsenden Generationen? Die Sozialsysteme werden durch die vielen „Neubürger“ ausgeblutet. Es wird nicht zu vermeiden sein mit kräftigen Steuererhöhungen die leeren Kassen aufzufüllen. Die Krankenkassen werden die Beiträge erhöhen um die Verluste auszugleichen. 

Auf die Bundesbürger rollt eine Kostenlawine zu. Die nächsten Jahre werden uns zeigen ob die Bundesregierung diese Probleme in den Griff bekommt. Ohne eine Mehrwertsteuererhöhung dürfte das nicht zu schaffen sein. Der „blöde“ Spruch: „Wir schaffen das“, ist heute bereits Makulatur.
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