Sonntag, 13. November 2016






Zeichnung; Herbert Heyne  -  Copyright: Hans-Jürgen Heyne















Die Trumpomanie 
der Qualitätspresse
Durch die hochgegaugelte Trumpomanie geraten wichtige Themen bei den Qualitäts- oder Hochleistungsmedien in den Hintergrund. Dazu gehören die Freihandelsverträge Ceta, TTIP und TISA die durch einseitige Berichteratattung etwas in der Versenkung verschwunden sind. Heimlich still und leise wird von der Politik daran feste weiter gestrickt. Der EU-Junker hat mal gesagt: … wenn es eng wird muss man lügen. Die breite Masse der Bevölkerung hat das Trump-Futter gefressen, ist abgelenkt wie geplant. 
Das ist Demokratie und Pressemanipulation vom feinsten. Im Anhang finden Sie ein paar Pressestimmen zu den Handelsverträgen.
Die Damen und Herren Journalisten dieser meinungsbildenden Elitetruppen wissen schon wie die Leser und damit die Bevölkerung manipuliert werden kann. Die „Trumpchen Auswüchse“ in der Presse waren vor den Wahlen extrem und nach der Wahl geht es munter weiter. Wer hat denn vorher irgend etwas von Trump gehört? Darüber waren höchstens in der Regenbogenpresse ein paar Meldungen, das es ein schlimmer Finger sein soll. Plötzlich hat die Medienschlacht eingesetzt, aus allen Rohren wurde großkalibrig geschossen, es wird schon etwas hängen bleiben. Jetzt ist jeder informiert und alle wissen plötzlich das Donald Trump ein böser Junge ist. Bei dem ganzen Clinton/Trump Gerangel müsste gesagt werden, die Amerikanische Bevölkerung hat das kleinere Übel als Präsidenten-Darsteller gewählt.
Wenn man in einschlägigen Medien liest in welche Skandale und Finanz-Mauscheleien der Clinton-Clan verwickelt ist, dürfte die jetzige Lösung die bessere sein. Die Trump-Wahl soll nicht verharmlost werden, ein Präsident von diesem Kaliber ist für eine Weltmacht ersteinmal nicht das gelbe vom EI, oder es läuft noch alles noch in die richtigen Bahnen. Die USA hatten in der Vergangenheit bereits Präsidenten über die vorher ebenfalls gelästert wurde. Da gab es Ronald Reagan, da wurde gesagt: … was ein Schauspieler soll Präsident werden, das kann ja heiter werden. Dann hat er zwei Amtszeiten hingelegt. Allerdings muss erwähnt werden das Reagan ein extremer Militarist war, das hat natürlich in den USA allen gefallen, besonders den Rüstungskonzernen und diese haben dann das beste daraus gemacht.

Die Kriege haben nur so geflutscht.
Der 47. Präsident hatte Reagan noch übertroffen, der allmächtige Richard Nixon war mit einer der größten Kriegsführer der USA. Wegen mehreren Schweinereien musste Nixon abdanken, eine davon war der Watergate-Skandal. Wenn man sich etwas informiert gab es immer schon lustige Präsidenten. Auch Bill Clinton hatte seinen Spaß mit seiner Monica. Wegen der Lewinsky-Affäre wurde gegen Bill Clinton ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet, das aber erfolglos war. Mit seiner Monica-Affäre hat Clinton die ganze Welt angelogen, so sind halt die Präsidenten. Also sind wir gespannt wie Donald Trump seine Präsidentschaft meistert.
Wenn wir das EU-Parlament mit ihren Führungskräften durchleuchten, können einem schon die Tränen kommen, es sind aber auch Freudentränen dabei. Spitzenleute wie Junker und Consorten sind an sich schon zum lachen. Wenn wir dann unseren Herrn Oettinger noch anführen, kommen wir aus dem lachen nicht mehr heraus. Von solchen Hochleistungspolitikern werden wir in Europa regiert. Da wäre mir ein Donald Trump aber lieber als die abgehalfterten Typen in Brüssel.
So jetzt haben wir aber genügend gelästert.
Mit demokratischem Gruß
Hans-Jürgen Heyne … der böse Schreiberling aus Seligenstadt.
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Hier ein paar Empfehlungen der NachDenkSeiten zum Thema Freihandelsverträge. Diese kritische Webseite ist bestens zu empfehlen.
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Reaktionen der „Qualitätsmedien“ auf die ablehnende Haltung Walloniens
    Walloniens Nein entfacht Flächenbrand in Europa
    Belgien verweigert sein Ja zum Freihandelsabkommen mit Kanada. Die EU spielt auf Zeit und hofft noch auf eine spätere Einigung. Das scheint naiv, denn die Zahl der Ceta-Gegner wächst rasend schnell.
    Quelle: Welt Online


    Anmerkung unseres Lesers J.A.: „Flächenbrand“, warum nicht gleich „Weltkrieg“? Warum ist ein Nein in einem demokratischen Prozess über ein mindestens fragwürdiges und höchstwahrscheinlich extrem schädliches Abkommen eine Katastrophe? Eine Gemeinschaft von Staaten, die grundlegende demokratische Regeln nicht beherrscht und beim kleinsten Gegenwind in einen „Flächenbrand“ gerät, sollte ihre Positionen und ihre Strukturen einmal gründlich überdenken. Bisher wurde behauptet, Ceta wäre tot, wenn es nicht am kommenden Donnerstag unterschrieben werden würde; jetzt kann man – ganz plötzlich – den Belgiern doch mehr Zeit geben. Macht das eigentlich niemanden misstrauisch, wie hier der demokratische Prozess durch künstlichen Zeitdruck torpediert werden sollte?
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    Ein Sieg für die Anti-Europäer
    Mit CETA droht ein Vorzeigeprojekt der EU zu scheitern. Und selbst wenn es noch wie durch ein Wunder im Dezember beim EU-Vorweihnachtsgipfel unterschrieben werden sollte, kann die EU kaum jemand noch ernst nehmen. Die Rechtspopulisten und Europafeinde können sich dank des CETA-Desasters die Hände reiben.
    Quelle: Tagesschau


    Anmerkung unseres Lesers C.B.: CETA Kritik wird in die rechte Ecke geschoben. Wer gegen den marktilberalen, undemokratischen und unsozialen Unsinn der EU ist, befeuert also nur die Rechten und stärkt Anti-Europäer. Damit erklärt Sina Millionen Menschen in der EU indirekt zu Anti-Europäern und stellt sie in die rechte Schmuddelecke. Auch Sozialdemokaten, Grüne, Linke, NGOs. Wer so eine schwarz-weiss pro-EU Denkweise hat, dem sind Inhalte/Folgen von Abkommen wie CETA und der legitime Protest dagegen offenbar egal. Im Zweifel heißt es dann – wie im Text – man hätte mehr Überzeugungsarbeit leisten müssen, und nicht ein Abkommen, das Konzernen sehr viel Macht einräumt, ändern müssen.
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        Der Möchtegern-Asterix
    Die Wallonen sind derzeit die Helden der Globalisierungsgegner. Doch der Widerstand der belgischen Regionalregierung gegen Ceta ist nicht heldenhaft – er ist egoistisch, anmaßend und schädlich für die Demokratie.
    Quelle: Spiegel Online
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       Das Ceta-Drama
    Scheitert das Handelsabkommen mit Kanada? Nicht nur die EU, auch Sigmar Gabriel hat Fehler im Vorfeld gemacht. Es ist ein Armutszeugnis der Europäer. Es ist nicht demokratisch, wenn eine Minderheit von 3,4 Millionen Wallonen 500 Millionen Europäern ihren Willen aufzwingt. Es ist nicht demokratisch, wenn einige hunderttausend deutsche und österreichische Demonstranten an den Parlamenten vorbei vom Rest der EU verlangen, ihrer Linie zu folgen.
    Quelle: FAZ


    Anmerkung JK: Wir lernen, Demokratie ist nur das, was den herrschenden Eliten nutzt. Und wir sagen dagegen: Durchhalten tapfere Wallonen!
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