Montag, 23. Januar 2017


Und noch ein kleines Märchen

Es ist wie im Schlaraffenland, Freibier über Freibier.
Freibier für alle! Ist das nicht köstlich?
Nicht nur in Froschhausen!


Unser verschlafenes Städtchen am Rande des Spessarts kommt nicht zur Ruhe. Nix von Dornröschen und SCHLAFEN wollen, ein Ding jagt das andere. Die Politik schläft nicht, die Politik tanzt um das GOLDENE KALB (Bierfaß)!

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Dazu ein paar Bemerkungen die auch in der Offenbach Post als verkürzter Leserbrief erschienen sind.

HIPP-HIPP – HURRA und HELLLAU !!!

Die Seligenstädter Bürger dürfen sich freuen, ein neuer Kreisel soll bald das Licht der Welt erblicken. Endlich geht es wieder aufwärts, es sind seit Jahren keine Kreisel mehr gebaut worden. In der Regionalpresse war zu lesen, die Umgestaltung der Kreuzung Jahnstraße – Kapellenstraße - Ellenseestraße wird zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut. Nach dem Wegfall der Ampel kann auf der Ellenseestraße noch besser gerast werden. Dieser neue Kreisel dürfte preislich etwas günstiger liegen, musste doch unser Prachtstück "Kapellenplatz-Kreisel" mangels Masse (Euro) vorerst auf Eis gelegt werden. Das Provisorium geht also weiter, dafür ist Hessen-Mobil zuständig!

Wir haben allerdings in unserer Stadt noch Objekte die viel wichtiger und dringlicher als alle anderen. Da ist diese ominöse Schießanlage im Bürgerhaus Klein-Welzheim. Für schlappe 400.000 Euro wird für ein paar Hobbyschützen diese Anlage erneuert. Warum werden solche zweifelhaften Hobbys nicht über Sponsor-Firmen finanziert? Dann wird die Schießhalle einfach „Heckler & Koch Arena“ genannt. Der Aufenthaltsraum heißt dann „Zum Kalaschnikow-Stübchen“ für eine gemütliche Einkehr. Aber dafür 400 000 Euro an Steuergeldern zu verbraten oder zu verballern ist schon ein starkes Stück. Wo war denn die über allem thronende Kommunalaufsicht? Ist der CDU-Landrat O. Quilling auf diesen Augen blind? Hoffentlich ist für Kindergärten und andere soziale Einrichtungen auch noch etwas Geld vorhanden. Oder die Kinder können etwas in der Schießhalle spielen, nach dem Motto: ... früh übt sich usw. usw. Wenn die bösen „Russen“ kommen ist es gut wenn ein paar Leute rumballern können. Kinder und Rentner ans Gewehr, hatten wir alles schon, hat auch nichts geholfen.

Ein Jubiläum gibt es zu feiern, 40 Jahre Eingemeindung Ortsteil Klein-Welzheim. Am 1. Januar 1977 war es soweit, nach anfänglichem Misstrauen hatten sich die Bürger im Ortsteil damit abgefunden. Es ist aber seltsam, es will scheinbar niemand dieses Ereignis gebührend feiern. Eventuell wollen die Klein-Welzheimer Bürger nicht daran erinnert werden, waren doch die wenigsten davon begeistert. Das war eine feindliche Übernahme, wie so ein Konstrukt heute genannt wird.

Nach dieser langen Zeit geht es mit Riesenschritten plötzlich rasant weiter. Laut Presse soll die komplette Erneuerung der Kreisstraße K 185 zwischen Seligenstadt und Klein-Welzheim in die Endphase gehen. Die Äußerungen der verschiedenen Landräte über den Baubeginn überschlugen sich bereits seit vielen Jahren. Es sollen Geh- und Radwege entstehen. Auch barrierefreie Bushaltestellen sind in dem Bereich geplant.

Es ist eine Kreisstraße und da ist natürlich Hessen-Mobil dafür verantwortlich. Da der Kreis Offenbach Pleite ist, soll eine tolle Regelung das Bauprojekt begleiten. Der Kreis Offenbach (Hessen-Mobil) plant und ist für den Ausbau verantwortlich und die Stadt Seligenstadt darf den Hauptanteil zahlen.

Das ist doch eine feine Regelung unter Geschäftspartnern!

Eine ähnliche Art der Finanzierung kommt auch bei dem dritten Abschnitt der Umgehungsstraße zum tragen. Hier soll die Stadt das Geld für den Bau der Straße vorfinanzieren und bekommt das Geld in circa 10 Jahren zurück, so Gott will. Zu entscheiden hat die Stadt bei diesem „Hessen-Mobil-Projekt“ nichts, darf nur zahlen. Laut Planung der hessischen Straßenverkehrsbehörde fährt vor dem Jahr 2022 auf dieser Straße kein Auto und danach nicht gleich.

Bei unserer Hans-Memling-Schule hat die Zusammenarbeit mit dem Kreis Offenbach ebenfalls bestens funktioniert. Die Stadt muss nun für die millionenschwere Sanierung aufkommen. Der Kreis hat die Schule jahrelang verrotten lassen und die Stadt soll jetzt die Sanierung bezahlen. Es soll sich nur um schlappe Drei-Millionen Euro handeln die auf die Stadtkasse zukommen.
Wenn denn noch etwas Geld vorhanden ist, dürfen wir unser Rathaus nicht vergessen. Der Rathausturm ist in einem erbärmlichen Zustand, zumindest der Außenputz. Unser Städtchen soll doch glänzen und da sollte am Rathaus begonnen werden. Im Rathausinneren hat es doch bereits bestens geklappt mit dem glänzen!

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Jetzt lassen wir es gut sein. Wollen wir unser liebes Städtchen nicht zu sehr im negativen Licht erstrahlen lassen.

Es soll ja alles besser werden im neuen Jahr. Müssen wir uns aber beeilen, bald stehen uns nur noch 11 Monate zur Verfügung mit dem besser werden sollen!

Die Zeit rennt und wir rennen mit!

Mit den besten Grüßen
Hans-Jürgen Heyne



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